THONELINE ORCHESTRA

  Komposition & Leitung Caroline Thon
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Caroline Thon Thoneline Orchestra - Black & White Swan

ENJA / Yellowbird 2015

CD: Black & White Swan

„Panta Rhei – alles fließt, alles bewegt sich“ – Heraklits berühmten Ausspruch hatte Caroline Thon als Titel für die Debüt-CD ihres Thoneline Orchestra gewählt. Das klang wie ein Versprechen, dem gelungenen und viel beachteten Beispiel für zeitgenössischen Big Band Jazz bald einen zweiten Nachweis ihrer Kompositions- und Arrangierkunst folgen zu lassen. Dass es vier Jahre gedauert hat,liegt an der gründlichen und selbstkritischen Arbeitsweise der Kölner Komponistin, Bandleaderin und Saxophonistin, für die ihre Big Band nur eines, wenn wohl auch ihr ehrgeizigsten Projekt ist. Sie kann mit berechtigtem Stolz darauf verweisen, dass sie über diesen Zeitraum ihre Band bis auf wenige Positionen unverändert zusammenhalten konnte. Das dadurch entstandene enge Vertrauensverhältnis erleichtert ihr die – nur scheinbar ein verbales Paradox – schwere Arbeit, ihre komplexen Kompositionen und Arrangements so umzusetzen, dass bereits beim ersten Hören Klangbilder entstehen, die sich später, wenn man sich konzentriert allen Stücken zuwendet, zu faszinierenden Klanggemälden ausweiten. Erstaunlich dabei, dass sich Caroline Thon bewusst auf die Besetzung einer klassischen Big Band mit Brass und Reeds Sections plus Rhythmusgruppe beschränkt. Einzig dazu gekommen ist ein auch ausgiebig eingesetztes Keyboard.

Zu ihrer Komposition „Is it you?“, angeregt durch die Charles Ives‘ „Unanswered Questions“, sagt Caroline Thon: „Ich habe hier versucht, Klänge umzusetzen, die mit Big Band eigentlich nicht zu realisieren sind. Diese ganz leisen und zarten, ziselierten Streicherklänge und die Trompetenstimme in einer ganzen anderen Tonart und Rhythmik sind auf eine klassische Big Band Besetzung nicht übertragbar. Aber da ich Ives‘ Komposition liebe und sie unbedingt auf meine Art nutzen wollte,suchte ich nach anderen klanglichen Möglichkeiten – und so kam ich darauf, meine Musiker mit Papier rascheln zu lassen. "

Das Titelstück reflektiert die emotionale Reaktion der Komponistin auf die allgegenwärtige Gewalt in unserer heutigen Welt, die Aggressivität und Energie, die Menschen dazu bringt, anderen Leid zuzufügen, sie inmitten unserer Gesellschaft zu ermorden, sie in unsinnigen Kriegen zu töten. Caroline Thon: „Der Film ‚Black Swan‘, an dessen Titel ich mich für diese Komposition und die CD angelehnt habe, hat mich sehr beeindruckt, vor allem die Verkörperung der weißen u n d der schwarzen Seite eines Menschen durch dieselbe Schauspielerin, die wunderbare Natalie Portman. Diese Doppelnatur des Menschen erschreckt mich. Ich suchte nach ganz bestimmten Klängen, die das auszudrücken vermögen, ich wollte etwas ganz Scharfes, Schneidendes, Klänge, die ich so noch nie verwendet und die ich mich noch nie zu schreiben getraut hatte.“ So ist eine Art „Kriegsstück“ entstanden, in dem Musik in brachiale Geräusche ausufert, Schrecken und Erschrecken vermittelnd, unter Einsatz des gesamten Instrumentariums und zusätzlich verstärkt durch die Stimme von Gastsänger Markus Weckermann. Am Ende kommt so etwas wie Hoffnung auf einen neuen Anfang auf, wie nach der zeitlichen Überwindung der Katastrophe bei den Überlebenden eines Krieges oder eines Amoklaufs.</>

Doch Caroline Thons kompositorisches Spektrum ist weitaus breiter angelegt. Im ersten Stück „Thone-Line“, eine Hommage an ihre Band, lässt sie kunstvoll verschränkte Bläsersätze mit abwechslungsreicher Rhythmik erklingen, traditionellem Big Band Setting noch am ehesten verbunden. Die folgende Komposition „Deep Diving“ erzählt eine Liebesgeschichte, die sowohl „die Wonne des Eintauchens beim Sprung ins Wasser als auch die aufkommende Bedrohung in je tieferer Tiefe“ widerspiegeln soll, in übertragenem Sinne aber auch die emotionale Tiefe einer persönlichen Begegnung. Erklang hier schon die Stimme der mehrfach ausgezeichneten Vokalistin Filippa Gojo, einem festen Bandmitglied, so liegt bei ihrer eigenen, von Caroline arrangierten Komposition „Seesucht“ die Assoziation zur Klarheit des Wassers in dem von ihr besungenen Bergsee so nahe, dass sie fast schon banal erscheint – aber die Assoziation trifft auf diese Stimme schlicht zu.

Der Übergang zum folgenden Titelstück ist hart, aber entspricht wohl der geplanten Dramaturgie, black and white ungefiltert nebeneinander zu setzen. Der Schock ist beabsichtigt. Und als Nutzanwendung des hoffnungsvollen Ausblicks am Ende des „Kriegsstücks“ folgt mit „Song for Robin Hood“ ein weiteres Liebeslied, diesmal aber nicht für einen bestimmten Menschen, sondern „gewidmet all denen, die trotz seelischer Blessuren immer wieder mutig genug sind, ihr Herz anderen Menschen gegenüber zu öffnen“. Nach dem tief-berührenden „Is it you?“ klingt das Album in das eher leichtfüßige Stück „Kolysanka“ von Alexander Morsey aus, ursprünglich ein Schlaflied, das von Caroline Thon, immer für eine Überraschung gut, jedoch in ihr Gegenteil verkehrt wird, in eine lustigluftige Party, in der die Band allerhand Allotria treiben darf und damit auch die Hörer zum Schluss mit einem Schuss positiver Energie entlässt.

Line-up des Thoneline Orchestra: Reeds – Malte Dürrschnabel, Johannes Ludwig, Stephan Mattner, Jens Böckamp, Norbert Emminger / Trumpets – Steffie Deckers, Matthias Knoop, Menzel Mutzke, Matthias Bergmann / Trombones – Raphael Klemm, Tobias Wember, Ben Degen, Wolf Schenk / Piano – Laia Genc / Bass – Sebastian Räther / Schlagzeug – Jens Düppe / Keyboards – Nils Tegen / Guitar – Andreas Wahl / Vocal – Filippa Gojo / comp,cond. – Caroline Thon; Guest Vocal: Markus Weckermann.

Produziert mit Unterstützung der Kunststiftung NRW im Hansahausstudio Bonn, Dezember 2014

 

Debut CD: Panta Rhei

Panta Rhei

PRESSESTIMMEN in SCHLAGZEILEN

JAZZPODIUM (Auszug-Portrait):Das THONELINE ORCHESTRA zeigt wie eine Big Band heute
klingen kann. Live Auftritte der Band stellen stets absolute Höhepunkte auf Festivals dar wie
bereits in Hilden, Halle und Duisburg bewiesen. 10/11

MELODIVA:...verschmelzen hier zu einer ganz neuen, bislang nicht gehörten Musik, die
dynamisch alles auslotet was eine Big Band bieten kann. Jedes der Werke auf dieser CD packt
einen unweigerlich! 10/11

JAZZZEITUNG (Portrait):..Faszinierend ist, welch vielfarbige Klangpalette Caroline Thon mit
einer klassischen Big-Band-Besetzung erreicht.Die Jazzwelt dürfete von ihr noch einiges zu
erwarten haben. 09/11

JAZZTHETIK (Portrait):PANTA RHEI heisst die CD - und sie ist ein Knaller! 09/11

RONDO:..passt der Albumtitel "Panta Rhei" der erfrischend vielseitigen Big Band
perfekt.Tatsächlich bewegt sich alles und gehört doch irgendwie zusammen. 09/11

SAARBRÜCKER ZEITUNG:..sind exakt diese Crossover-Ambitionen die ganz fundamentalen
Standbeine des THONELINE ORCHESTRAS 09/11

STEREOPLAY: Erfrischend vielseitige Big Band. 08/11

NDR: 1.-7.August 2011: Jazz-Album der Woche.(…) wenn eine außerordentliche begabte
Persönlichkeit für ein außer-ordentliches,großes Orchester schreibt. (…)Die sieben
Kompositionen, die unter dem Titel „Panta Rhei“ versammelt sind, atmen immense Vielfalt.
08/11

ROCKTIMES: Diese Musik verbreitet jene Atmosphäre, wie ich sie von Künstlern des Labels ECM
kennen und lieben gelernt habe.(...)Hier zeigt sich das große Talent der Arrangeurin Caroline
Thon. (..)für eine individuelle Handschrift einer modernen Big Band. 08/11

BESTE ZEIT: "Good Vibrations" - 16.Hildener Jazztage: (..) mit einem hochkarätigen Programm, zu
deren Auftakt die Bigband "Thoneline Orchestra" unter der feinfühligen Bandleaderin und
Saxophonistin Caroline Thon und der charismatischen Sängerin Filippa Gojo antrat. 08/11

SPIEGEL-ONLINE: Natürlich haben sich auch in Deutschland Frauen auf früheren Männerinstrumenten
etabliert, etwa Eva Kruse (Bass) und Angelika Niescier (Saxofon). Neu merken sollte man sich den
Namen Caroline Thon. 07/11

HIFI & RECORDS (…). Mit ihrer souveränen Kompositionstechnik kann Caroline Thon in exquisiten
Arrangements genuines Jazz-Vokabular mit Klangfarben etwa des Impressio-nismus verbinden(…) Auf
Caroline Thon und ihr fabelhaftes Orchestra sollte man achten, sie haben ihren Jazz-Ton gefunden. 07/11

SOUND&IMAGE: (…)wirkt dieses Album ganz wie ein packendes Livekonzert, wo kompositorische
Entwürfe und Gegenentwürfe sich zu einer kreativen Einheit verbinden,(…) beweist dass sie zu Recht zu
den großen Frauenpersönlichkeiten der deutschen Jazzlandschaft gehört. 07/11

DIGITALE JAZZ-ZEITUNG: (…) Die Band bündelt mit kreativen Kräften verschiedene Spielsituationen
und eine besondere Form im Jazz die nicht nur ansprechend ist, sondern voller Energie und
Selbstbewußtsein. (…) Gerade diese Form des Klanges, machen das Album zu einem spannenden
Jazzalbum. 07/11

MUSIK AN SICH: (…) So ist Panta Rhei ein kleines Meisterwerk in einem aktuellen Big Band Sound, der
von der ersten Sekunde an zu begeistern weiß.(...) Sehr empfehlenswert! 07/11

SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK: (...) Ihre Musik lebt von der Komposition, von gegenläufigen
Rhythmen, vom Arrangement, von den Klangfarben, die sie ihrem Orchester zu entlocken vermag, und
die eines Claude Debussys würdig sind. 07/11

JAZZTHETIK: (...) Die Komponistin, Dirigentin und Arrangeurin Caroline Thon muss als ganz große
Entdeckung gelten. Phänomenal, wie sie mit ihrer Big Band die unterschiedlichsten Klanggemälde auf
die Bühne der Hildener Stadthalle malte (…)07/11

WOCHENPOST:"Weltklasse-Jazz aus NRW"-Der Höhepunkt des Abends und vielleicht sogar des
ganzen Festivals fanden wir aber zu Beginn, als Caroline Thon mit ihrem Thoneline Orchestra zeigte,
was Big Band Musik heute sein kann. (...)06/11

RHEINISCHE POST: Hilden - Jazznight voller Klangvielfalt: Das Publikum war begeistert (...)folgte der
Abend einer wohl durchdachten Dramaturgie. Er begann mit dem "Thoneline Orchestra" der
Komponistin Caroline Thon, einem vielschichtigen Big Band-Projekt(… )06/11

WESTDEUTSCHE ZEITUNG:"Großes Finale der Jazztage" - Die Bands (..) konnten begeistern. Ein
riesiger Applaus der 400 Besucher war jedes Mal das verdiente Resultat (...) 06/11

JAZZPODIUM: (…) Thon setzt in ihren Kompositionen mehr auf Klangfarben und sich langsam
auftürmende Tonschichtungen als auf rhythmische Effekte und sorgt damit für einen avancierten
Beitrag in der deutschen Nachwuchs-Szene. 06/11

JAZZTHING:(...) Mit ihrer eigenen Big Band, dem Thoneline Orchestra,schafft sie viele reizvolle
Kontraste zwischen Songs und erweiterten Formen, zwischen Poesie und Wucht. 06/11

DEUTSCHLANDFUNK: (...) aber die Komponistin widersteht der Verlockung des großen Klangkörpers
und schafft durchscheinende Sounds in verschiedenen Kleingruppen die sie wiederum mit fetten
Instrumentierungen abwechselt. (..) 04/11

MDR FIGARO:..stellte Caroline Thon ihr glänzend aufgelegtes THONELINE ORCHESTRA vor... 03/11


"Die Komponistin, Arrangeurin und Dirigentin Caroline Thon muss als ganz große Entdeckung gelten ..eine großartige Band mit großartigen Musikern...zeigt wie eine moderne Big Band heute klingen kann" (Jazzthetik Juni-August)

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